In unserer Sandgrube sind wir gemütlich aufgestanden. Ich habe wieder mal länger geschlafen und Mama hatte die Zeit schon genutzt, um mal wieder einen leckeren Porridge zu machen. Gegen halb 11 sind wir dann aufgebrochen und nach kurzer Asphaltfahrt ging es weiter auf Schotterpisten.


Die waren leider relativ frisch geschottert und entsprechend anstrengend zu radeln. Das hat uns aber nicht aufgehalten, und wir sind beide in unserem jeweiligen Tempo vor uns hingefahren. Nach knapp 30 Kilometern sind wir in einem kleinen Ort an einem Laden vorbeigekommen und haben dort in einer Bushaltestelle eine Pause gemacht. Die Schotterpisten haben uns dabei gut Energie abverlangt, aber mit Eis gestärkt konnten wir unsere Route wieder aufnehmen.

So ging es weiter bis zum nächsten etwas größeren Ort. Dort hat Mama noch ein kleines Mittagsschläfchen gemacht und ich bin noch in einen Laden gefahren und habe uns Bonbons besorgt. Nach der Pause ging der Weg leider statt auf Schotter wieder – wie die letzten 7 Kilometer – auf einer großen, viel befahrenen Straße weiter. Jedoch war sie weniger stark befahren als zuvor, und wir sind nach kurzer Zeit Richtung Osten in den Rückenwind abgebogen.


Dieser hat uns dann bis nach Krekenava gepustet. Dort haben wir eingekauft und sind dann am Fluss ein bisschen entlanggefahren, bis wir einen schönen Platz gefunden haben. Diese gibt es hier tatsächlich wieder viele – ähnlich wie die RMK-Plätze in Estland, jedoch nicht so einfach zu finden. Aber wir haben hier an einer Infotafel zwei direkt am Ufer des Flusses entdeckt und es uns dann am schöneren Badestrand gemütlich gemacht. Das Baden im kalten Fluss hat sich dann auch richtig gut angefühlt.


Zu essen haben wir heute mal wieder Kartoffeln gemacht. Mama hat dazu noch Brokkoli gemacht und ich habe mir noch eine Wurst angebraten, die ich im dritten Laden in Krekenava gefunden hatte. Das war ein kleiner Laden mit einer sehr netten Verkäuferin, die allerdings gar kein Englisch konnte. Ich hatte sie erst nach Eiern gefragt, aber sie hat leider kein Wort verstanden. Dann hat sie – ich denke mal – ihre Tochter angerufen und mir ihr Handy in die Hand gedrückt, und diese hat dann übersetzt. Das war richtig schön. Mit der Wurst war es dann einfacher: Ich habe darauf gezeigt und ihr auch gezeigt, dass ich gerne zwei Stück möchte. So hat das gut geklappt.

Zu diesem Essen haben wir mal wieder ein alkoholfreies Bier getrunken und dann nach dem Essen zufrieden unsere Zelte aufgebaut. Jetzt geht es auch zügig ins Bett, weil wir morgen mal wieder etwas früher aufbrechen möchten.
Schreibe einen Kommentar