Heute war ein toller Tag auf dem Rad – NICHT.
Also, das Radfahren an sich war voll okay, aber die äußeren Umstände könnten wegen mir gerne anders sein. Es hat sich fast schon wieder norwegisch angefühlt: morgens habe ich noch aus meinem kleinen Wäldchen die Sonne ab und zu durch die Blätter scheinen sehen, aber kaum war ich unterwegs, zogen die Wolken immer mehr zu und es begann zu regnen. Zwar nie sonderlich stark, aber oft genug, dass es kalt und unangenehm wurde.

Davon habe ich mir die Laune aber nicht wirklich verderben lassen und bin stoisch weitergeradelt. Nach 10 Kilometern die erste Pause, nach 20 die nächste und nach 30 eine größere Mittagspause – ich glaube, das sagt schon einiges über Wetter und Motivation aus xD.
Gegen 15:30 oder 16:30, so genau weiß ich es nicht mehr, habe ich mir in einer längeren Pause einen Döner gegönnt und im Warmen gegessen. Danach war der Regen weniger oder sogar ganz weg, also habe ich beschlossen, noch 50 Kilometer zu fahren. Am Ende wurden es „nur“ 40, aber die habe ich recht locker durchgezogen, ohne größere Pausen.

Die Wege waren mal super, mal eher „als Fahrradweg getarnte Waldwege“, die ich aber meist gemieden habe. Irgendwann habe ich noch mit Arielle geschrieben – die beiden sind ganz in der Nähe, haben sich heute aber wegen des Regens einen Pausentag gegönnt. Wir haben uns für morgen verabredet, ich werde also auch einen Pausentag einlegen und freue mich sehr, die beiden wiederzusehen. Gerade bei diesem Wetter ist Gesellschaft einfach Gold wert.

Irgendwann fiel mir dann auf, dass mein Rad komische Geräusche macht – eine Speiche ist gebrochen. Die muss ich bald austauschen lassen, dafür brauche ich allerdings eine Werkstatt, da mir die Werkzeuge fehlen. Solange ich es nicht übertreibe, sollte das aber erstmal kein Problem sein.

Statt auf einem Campingplatz zu landen, habe ich schließlich an einem See einen kleinen Feldweg entdeckt. Der endete an einem umgestürzten Baum – perfekter Spot, um im Wald mein Zelt aufzuschlagen. Der Wald ist dicht bewachsen und mein Platz ist direkt an einem kleinen Badeplatz, von der Straße nicht einzusehen und für mich genau richtig für heute Nacht.

Der Platz ist zwar nicht so legal wie der letzte, aber ich gehe nicht davon aus, dass es Ärger gibt. Ich fühle mich hier wohl, und das ist bei solchen Plätzen das Wichtigste. Jetzt sitze ich ganz entspannt im Zelt und höre den Regen aufs Zelt prasseln und werde hier ganz wunderbar schlafen können.
Morgen geht’s dann wieder früh weiter – mal schauen, wie früh es wirklich wird xD


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