Heute Nacht hat es geregnet und nicht wieder aufgehört. Naja, das stimmt nicht ganz: als ich aufgewacht bin, war der Regen vorbei, aber dafür war alles klitschnass, und es war auch nicht wirklich daran zu denken, dass mein Zelt noch trocken werden könnte. Also habe ich es nass eingepackt und bin losgefahren.
Ganze 5 Kilometer habe ich geschafft, dann war ich in Pozezdrze angekommen, wo ich den Tag verbringen wollte – was ich auch gemacht habe. Erstmal habe ich mir etwas zum Frühstücken besorgt und dann mit einem guten Freund telefoniert. Dafür bin ich an die Bibliothek gefahren, um dort später ein bisschen zu arbeiten.

Leider hat es angefangen zu regnen, also habe ich mich an die Hauswand gesetzt, dort war es halbwegs trocken. Nach einer Weile ging ein Fenster auf und der Bibliothekar hat mich hereingebeten. Der Einladung bin ich gerne gefolgt, leider hat das aber mein Gespräch mit Pascal etwas unterbrochen, sodass wir das morgen fortsetzen müssen. Der Bibliothekar war sehr interessiert und super nett, konnte allerdings nur Polnisch. Also haben wir uns mit Händen und Füßen sowie Google Translator unterhalten – das hat auch ganz gut geklappt. Er hat mir einen Kaffee gebracht und war insgesamt einfach echt klasse.

Den Tag habe ich dann bei ihm verbracht und ein bisschen was erledigt, was noch anstand.
Gegen halb 5 bin ich dann aufgebrochen und habe auf Arielle und Gerard gewartet, die ich schon in Oulu getroffen hatte.

Wir haben uns dann wiedergesehen und sind zusammen noch ein Stück geradelt, bis nach Sztynort, einem kleinen Hafenort mitten in den Masurischen Seen. Dort sind wir in ein Fischlokal gegangen, das den beiden empfohlen worden war, und hatten einen tollen Abend. Es ist richtig schön, die beiden wiederzutreffen – gerade bei dem Wetter ist Gesellschaft einfach wunderbar.

Jetzt sind wir auf einem Campingplatz und morgen fahren wir zusammen weiter. Ich muss allerdings ziemlich direkt in einen Radladen, um meine Speiche auszutauschen. Ich spüre die Acht schon wachsen.
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