
In unserem Garten habe ich super geschlafen, auch wenn wir nachts viele Geräusche gehört haben – vor allem einen Hund in der Dunkelheit und Hühner am Morgen. Ansonsten war es aber still: keine Autos, kaum sonstiger Zivilisationslärm. Richtig schön.

Gerard hat heute Geburtstag – er ist 73 geworden. Das haben wir am Morgen ein bisschen gefeiert. Gegen 11 Uhr sind wir dann losgefahren. Die Straßen waren heute oft richtig schlecht, voller Schlaglöcher und schlechter Flicken. Teilweise wäre mir ordentlicher Schotter lieber gewesen. Mit dem reparierten Rad hatte ich aber kein Problem damit, und so sind wir ganz gemütlich zusammen gefahren.


Nach 20 Kilometern haben wir eine Mittagspause gemacht. Danach hatte ich das Bedürfnis, bei dem tollen Wetter ein bisschen schneller zu fahren und noch etwas Strecke zu machen. Da Arielle und Gerard langsamer unterwegs sind, habe ich mich verabschiedet. Wir haben uns für später wieder verabredet, und ich bin losgedüst. Endlich mal den Beinen freien Lauf lassen – das war richtig toll. Einfach treten und schauen, was drin steckt. Dazu bestes Wetter: leicht über 20 Grad und Sonnenschein.


Ziemlich schnell war ich dann an unserem Treffpunkt rund 25 Kilometer weiter und habe mir dort ein Eis und eine Fanta gegönnt. Damit habe ich es mir auf einer Bank am See gemütlich gemacht und auf Arielle und Gerard gewartet. Die beiden hatten noch knapp 8 Kilometer vor sich, kamen dann aber nach kurzer Zeit auch an. Wir haben noch ein Bier zusammen getrunken, und dann habe ich mich endgültig verabschiedet. Die beiden wollten es sich heute richtig gut gehen lassen, essen gehen und gebührend feiern. Ich habe aber gemerkt, dass ich noch ein Stück fahren möchte – und bin diesem Wunsch nachgekommen.


Also ging es für mich weiter durch Felder und kleine Wälder. Am Ende waren es nochmal knapp 30 Kilometer, bis ich hier an einem Feld mein Zelt aufgeschlagen habe. Noch etwa 40 Kilometer von der Küste entfernt, und nur 5 Kilometer unterhalb von Kaliningrad. Leider ist eine etwas größere Straße nicht allzu weit weg, und immer wieder höre ich Autos und LKW. Aber die Grillen sind fast lauter – und sie geben eine tolle Geräuschkulisse, zu der ich sicher ganz wunderbar schlafen werde.

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