
Im Wald hatte ich eine super Nacht und am Morgen war mein Zelt nur leicht feucht. Die Mücken, die mich gestern Abend ein bisschen gestört haben, waren auch so gut wie verschwunden.
Relativ früh bin ich dann losgefahren – um halb 10 war ich schon auf dem Rad und um 10 habe ich Lutherstadt Wittenberg erreicht.



Da war ich zwar schon ein paar Mal, aber den Stadtkern habe ich mir nie wirklich angeschaut. Deshalb bin ich noch an der großen Kirche vorbeigefahren – die war echt schön. Das Grab von Luther habe ich mir aber nicht noch extra angeschaut; das von Jesus hat mich in Jerusalem auch so gut wie nicht interessiert, also warum jetzt damit anfangen xD
Trotzdem fand ich die Kirche und die Altstadt echt schön.

Dann ging es doch lieber wieder weiter. Am Morgen war es auch echt angenehm, ich hatte sehr wenig Wind – was, glaube ich, viel an den Wäldern lag. So bin ich zügig und entspannt gefahren.
Nach 46 Kilometern habe ich in einem Ort, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe, eine Pause eingelegt und mich ordentlich ausgeruht. Danach ging es weiter, leider über sehr viele Felder – und damit wieder mit entsprechendem Wind.

Da habe ich mich dann stoisch bis Leipzig durchgebissen. In Leipzig selbst habe ich mich gar nicht wirklich aufgehalten, nur bei einer Kirche habe ich einen Abstecher gemacht. Und das Bundesverwaltungsgericht lag direkt auf meinem Weg – ein sehr beeindruckender Bau. Danach bin ich aber gleich weitergefahren.

An einem Trinkwasserspender habe ich meine Wasservorräte für die Nacht aufgefüllt und mich dann auf den Weg zu Sheltern an einem See gemacht. Es hat mich sehr gefreut, als ich diese entdeckt habe. Es kostet zwar eine kleine Schutzgebühr, aber das geht voll klar – und die Shelter sind echt nice. Direkt am See konnte ich mich dann auch waschen, was nach den warmen und klebrigen Tagen sehr angenehm war. Ich bin sehr zufrieden: Heute bin ich ziemlich genau 100 Kilometer gefahren, und die haben sich sehr gut angefühlt. Mal schauen, wie schnell ich jetzt noch bin auf den letzten Tagen – aber ich kann sie schon fast an meinen Händen abzählen.

Allerdings merke ich auch direkt, dass ich wieder im typischen Deutschland bin – die Autobahn ist sehr gut zu hören. Das war teilweise in Polen und besonders in Skandinavien so wundervoll, wenn ich teilweise wirklich keine Geräusche außer der Natur gehört habe.
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