Gestern Nacht hat es gestürmt und geregnet, ich bin immer wieder aufgewacht, in meinem Shelter war ich jedoch trocken und sicher. Als ich dann am Morgen aufgestanden bin, war zwar noch alles feucht und nass, aber dafür hat es nicht mehr geregnet und auch der Wind war nicht so schlimm.


So habe ich mich auf den Weg nach Gera gemacht, sonderlich viel ist dabei nicht passiert, ich habe weiter den goldenen Kompass gehört und dabei vor mich hin gestrampelt. Es hat schon begonnen, immer hügeliger zu werden, es ging immer nur leicht rauf und runter, ich befürchte, das wird jetzt erstmal mehr als weniger.

Kaum bin ich in Gera angekommen, hat es auch direkt angefangen zu schütten, und zwar ordentlich. Ich habe mich dann ein bisschen untergestellt und abgewartet. Der Regen hat dann auch so schnell aufgehört, wie er begonnen hatte.

Gera hat sich dann als Tor für noch bergigere Landschaft erwiesen und jetzt sind es kleine Berge. Ich habe mich dann immer ganz in Ruhe hochgestrampelt, ändern kann ich es ja eh nicht xD.

So ist der Tag auf dem Rad rumgegangen, kurz vor Auma habe ich mal wieder einen Mann gegrüßt, der vor seinem Haus saß, und er hat mich nett zurückgegrüßt. Also habe ich ihn nach Wasser gefragt, das er mir auch direkt gegeben hat. Dann habe ich ihn noch gefragt, ob er einen Schlafplatz für mich kennt, und er hat mir direkt seinen Garten angeboten.

Das hat richtig gut gepasst, ich hatte gerade 80 Kilometer voll und wäre zwar noch ein bisschen weiter geradelt, aber das war dann richtig toll.
Bei Mandy und Jan durfte ich dann im Garten mein Zelt aufschlagen. Wir haben dann noch zusammen zu Abend gegessen und noch ein bisschen geredet. Ich hatte einen sehr schönen Abend bei den beiden.

Menschen sind einfach so gastfreundlich, wenn man sich traut, sie anzusprechen und zu fragen. Diese Erfahrung habe ich immer wieder auf meiner Reise gemacht. Es ist so wundervoll.
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