Heute war es ein kurzer Tag – ca. 60 km auf dem Rad. Mein heutiges Ziel war Breisach. Das ist ganz in der Nähe meiner Familie, und mein Bruder will heute Abend vorbeikommen. Aktuell sitze ich im Industriegebiet auf einer Wiese und genieße das wunderbare Wetter, obwohl es mir zwischenzeitlich schon fast zu viel Sonne war.

Der Tag heute hat wieder frisch gestartet, aber kaum war ich unterwegs, ist es auch schon warm geworden.

Ich bin den ganzen Tag auf der deutschen Rheinseite geblieben und bin die Feldwege entlang gecruised – genau das war es heute: ein sehr entspanntes Cruisen am Rhein. Dabei habe ich Podcasts gehört, die Landschaft auf mich wirken lassen und den Staub der Wege beim Trinken von der Trinkflasche genuckelt – bis ich dann verstanden habe, dass ich mir besser das Wasser in den Mund spritze, ohne die Flasche zu berühren.

Hier habe ich Mittag gemacht, an einer großen Halbinsel im Rhein, und noch weiter die Sonne genossen.

Irgendwann habe ich die ersten Kanut*innen gesehen. Die werden wahrscheinlich in den kommenden Tagen und Wochen jeden Tag mehr – genau wie die Radfahrer*innen. Ich glaube, heute sind mir ca. 6–7 andere Bikepacker*innen entgegengekommen.

Als es dann auf Breisach zuging, wurde der Weg asphaltiert, und es waren deutlich mehr Menschen unterwegs.

In Breisach selbst habe ich mir einen Platz am Rhein gesucht, es mir auf einer Bank bequem gemacht und ganz viel telefoniert.

Das war sehr schön. Dabei ist mir aber auch wieder bewusst geworden, dass es auf der Tour noch nicht sehr viele Momente gab, in denen ich alleine war. Entweder war ich bis jetzt auf dem Rad oder bei und mit Menschen. Das ist zum einen sehr schön, aber ich freue mich auch schon auf Skandinavien, wo ich sicher auch mal tagelang alleine sein werde.

Heute soll sich das aber nicht ändern, und ich sitze hier im Industriegebiet auf einem Grünstreifen und warte auf meinen Bruder und einen Freund, die mich heute besuchen und mir meinen Schlafplatz vorbeibringen – den Pössl von Papa.

Da ich morgen eh einen Pausentag einlegen will, eignet sich das super. Papa will mich eh besuchen und kann den dann wieder mitnehmen. Wo ich morgen schlafe, werde ich schon rausfinden – einen Platz habe ich schon im Hinterkopf.


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