Heute war ein sehr entspannter Tag, also der Tag, die Nacht weniger. Wir haben abends ja schon den lokalen DLRG-Verein getroffen, die auf dem Rhein rumgetuckert sind. Als wir uns dann in die Schlafsäcke gemummelt haben und ich den E-Book-Reader weggelegt hatte, haben wir plötzlich wieder Autos gehört und gehört, wie zwei große Fahrzeuge auf den Strand fuhren und dort irgendwas gemacht haben. Wir haben kurz rumgewitzelt, ob das wohl legal ist – ich bin dann aber auch direkt eingeschlafen, Mama hat sich aber noch sehr viel mehr Gedanken gemacht.

Gegen 1 bin ich von relativ lauter Musik aufgewacht und habe dann auf den Text geachtet. Es war ganz komischer deutscher Pop mit ziemlich klar rechten Texten. Wir erinnern uns an das N-Wort und die Bezeichnung mit M, sowie an eine Textzeile in einem Lied, in dem es hieß: „rechts, rechts, rechtsextrem.“ Das war schon irgendwie verstörend. In der Nacht hat es mir keine Angst gemacht, aber auf einer Metaebene finde ich es super beängstigend, dass sich Rechte in Deutschland so sicher fühlen, dass sie mitten in der Nacht laut ihre hasserfüllte Musik hören.

Am Morgen haben wir dann gesehen, dass sie wohl geangelt haben. Wir haben uns dann schnell aus dem Staub gemacht. Auf dem Weg zu einem Platz, an dem wir frühstücken konnten, sind wir am AKW Biblis vorbeigefahren und in Gernsheim kurz an einem Bäcker zwischengestoppt, um dann die Fähre über den Rhein zu nehmen.

Nach dem Frühstück sind wir dann relativ zügig nach Mainz gefahren.

Der Weg heute war super entspannt und sehr schön. In Mainz können wir in der großen WG eines Freundes unterkommen. Wir haben erst einmal Wäsche gewaschen, ich habe den Ständer noch einmal neu montiert – jetzt sollte er auch richtig halten – und dann haben wir noch eine Radhose für meine Mutter gekauft und abschließend eine leckere Pizza in der Brauerei gegessen, in der Mathis arbeitet.


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