Am Morgen kam ich so gar nicht aus den Federn. Ich habe den immer wieder einsetzenden Regenschauern gelauscht und mich erst gegen 9 Uhr aus dem Zelt gequält – natürlich genau in einer der trockenen Phasen. So ging es den ganzen Vormittag: kurze Schauer, dann wieder trocken, immer nur leichter Regen, der eigentlich nicht weiter gestört hat. Nur zum Zeltabbau war es etwas unpraktisch.

Gegen Mittag sind wir dann am Campingplatz aufgebrochen und haben mit Greta noch ein bisschen die Altstadt von Riga angeschaut. Ich habe mir ein paar Kirchen angesehen, wir waren noch gemütlich einen Kaffee trinken und zum Abschluss haben wir die Synagoge besucht. Sie steht seit 1904 und hat sogar den Zweiten Weltkrieg überstanden – beeindruckend.





Gegen 15 Uhr haben Mama und ich uns dann von Greta verabschiedet und sind Richtung Kaunas aufgebrochen. Dort fährt Mamas Flixbus am Donnerstag – den haben wir heute noch umgebucht, weil Kaunas für mich besser auf der Route liegt als Vilnius.

Die Strecke heute war landschaftlich nicht besonders aufregend: Acker, Birkenwälder, Kiefernwälder – und wieder Acker. Mal führte der Weg über größere, viel befahrene Straßen, wo das Überholtwerden ziemlich anstrengend war, weil die Autos nicht immer genug Abstand ließen. Dann wieder waren es ruhige Nebenstraßen, auf denen wir entspannt fast ohne Verkehr rollen konnten.


Nach 60 Kilometern haben wir einen Campingplatz erreicht, auf dem wir heute übernachten. Der ist richtig schön: eine große Wiese mit vielen Bäumen mitten auf einem Bauernhof, dazu super sanitäre Einrichtungen. Definitiv einer der schöneren Plätze.

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