Am Morgen haben wir erstmal noch Wäsche gewaschen und dann Pfannkuchen gemacht. Zwei sehr gute Dinge – von denen das eine sowohl besser riecht als auch besser schmeckt als das andere xD

Der letzte gemeinsame Morgen war also in alter Tradition entspannt und schön. Als wir gerade fast aufbrechen wollten, ist mir wieder eingefallen, dass meine Luftmatratze wohl ein bisschen Luft verliert. Also haben wir uns im See auf die Suche nach einem Loch gemacht und tatsächlich ein sehr kleines gefunden. Das haben wir geflickt, und jetzt sollte ich hoffentlich nachts nicht mehr aufpumpen müssen. Aktuell fühlt sie sich beim Tippen des Blogs super an.

Danach sind wir los, um uns die Altstadt von Kaunas anzuschauen. Die war wirklich schön, generell fand ich die Stadt spannend – so anders als das Land. Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist hier noch viel größer als in Deutschland. Besonders, wenn ich an das erste Dorf nach der Grenze denke und das jetzt mit der Stadt vergleiche: krass, wie viel hier anders wirkt. Die Menschen scheinen glücklicher, es sind weniger alkoholisierte Leute unterwegs und es scheint mehr Zukunftsperspektive zu geben. Klar, das ist überspitzt formuliert – aber ein bisschen fühlt es sich so an.

Den Tag haben wir dann mit Essen gehen, Kirchen anschauen und Eis essen verbracht. Dabei sind wir viel rumgesessen und haben Menschen beobachtet. Ich fand den Tag super – einfach ganz entspannt wenig machen. Mama war immer wieder nervös, ob sie mich aufhält oder so, aber ich habe es total genossen, einfach mal nur so dahin zu dümpeln und Zeit verstreichen zu lassen. Auf dem Rad passiert das ja nie, da ist immer irgendwas zu tun. Umso besser hat es heute getan.

Der Bus sollte eigentlich um 19:40 fahren, aber dann hat Mama erstmal eine Benachrichtigung bekommen, dass er 80 Minuten Verspätung hat. Also hieß es: länger warten. War zwar kein Drama, aber anders wäre uns beiden lieber gewesen. Es gab dann noch einen weiteren Bus, auf den Mama kurzfristig umgebucht hat. Das hat zum Glück geklappt, und um 21 Uhr kam er. Mit dem Busfahrer war es allerdings nicht leicht: Das Rad auf dem Fahrradträger zu montieren, war etwas hakelig, und da er kein Englisch konnte und wir kein Polnisch, war die Kommunikation schwierig. Am Ende war das Rad aber sicher verstaut und Mama konnte einsteigen.

Sie ist jetzt also im Bus unterwegs und hat eine lange Odyssee vor sich – die ich mit dem Rad in den nächsten Wochen etwas kürzer zurücklegen werde. Am Campingplatz war alles noch so wie gehabt. Ich habe mir noch eine Kleinigkeit zu essen gemacht und lege mich jetzt schlafen. Morgen geht’s dann wieder weiter.


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