Heute leider etwas verspätet.
Bei Jan und der Family habe ich super geschlafen, am Morgen habe ich noch einen Kaffee und ein bisschen was zu essen bekommen. Das war richtig schön. Matteo hat mir dann noch beim Packen geholfen. Das war richtig süß, er war voll interessiert und begeistert von allem.

Gut gestärkt habe ich mich dann in den Thüringer Wald gestürzt und bin den ganzen Tag über Hügel gefahren. Es ging auf 727 Meter oder so hoch mit knapp 1200 Höhenmetern – das war heute eine richtig heftige Tour. Aber das Wetter und die Aussicht waren super.

Ich habe mich immer gut verpflegt und es genossen, mal wieder ein bisschen drücken zu müssen. Auch wenn es anstrengend war, hat das Schwitzen echt Spaß gemacht, und die Anstiege waren zwar immer lang, aber dafür waren die Abfahrten auch befriedigend lang. Ich habe heute für die Tour mit 72,4 km/h meinen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt. Auf dem Rennrad werde ich zwar schneller, aber mit dem ganzen Gepäck ist das echt flott und macht so viel Spaß.

Irgendwann habe ich dann den Rennsteig passiert und damit auch ungefähr die Grenze zwischen Thüringen und Bayern, oder eher Franken. Das ging dann 20 Kilometer am Stück mal bergab ohne Anstieg – das war richtig geil. Dafür fahre ich Berge hoch.

Gegen 17:30 Uhr habe ich mich dann auf die Suche nach einem Platz für die Nacht gemacht, aber nicht wirklich was gefunden. Im Wald habe ich keine Lichtung entdeckt und bin deshalb noch weiter gefahren. An der Kronach entlang, am Anfang von einem kleineren Dorf, war ein Hof mit einem Schild draußen, auf dem „Zwetschgen“ und eine Telefonnummer stand. Also habe ich dort kurzerhand angerufen und gefragt, ob ich im Garten mein Zelt aufschlagen dürfte. Es kam kein Zögern, und ich durfte mein Zelt im Garten aufschlagen – mal wieder richtig schön.

Mit denen habe ich dann noch ein bisschen geredet, mir was zu essen gemacht und mich dann auch zügig ins Bett verkrochen. Heute habe ich die Anstrengung doch deutlich gemerkt und bin nicht so schnell eingeschlafen wie sonst. Das passiert irgendwie ab und zu bei sehr starken Belastungen. Jetzt geht’s bis Stuttgart aber erstmal relativ flach an den Flüssen entlang.


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