Heute war ein ganz schön vielseitiger Tag. Angefangen hat es mit einem tollen Frühstück mit Wraps, Eiern und Kühen, die uns dabei zugeschaut haben. Danach haben sich leider die Wege von Mama und mir getrennt – sie ist weiter nach Castrop-Rauxel, wo sie eine Kindheitsfreundin besucht, und ich bin in Richtung Eindhoven gefahren, um das gleiche zu tun.

Es war eine sehr tolle Woche mit Mama und ein super Einstieg – ich habe mich sehr gefreut, dass sie dabei war. Bin jetzt aber auch voller Vorfreude auf die nächsten Monate allein.

Ich habe direkt gemerkt, dass es in Richtung Niederlande ging – die Fahrradwege wurden besser und generell war es angenehmer zu fahren.

Heute ist es einfach richtig gut gelaufen, ich bin 90 km gefahren, die sich super gut angefühlt haben.

Zu Mittag habe ich mir erst mal Fritjes geholt, auch wenn die leider nicht so umwerfend waren. Dann habe ich eine kleine Pause an einer klassischen Mühle gemacht und bin weiter Richtung Eindhoven gedüst. Ich habe aber schon gesehen, dass ich direkt in die schwarzen Wolken radle – und wurde nicht enttäuscht. Ich habe mich dann untergestellt, bis der gröbste Schauer durch war, und mich dann an die letzten Kilometer gemacht.

Die hatten es aber dann in sich: Eine Straße hat sich als Sandgrube entpuppt, und ich musste mein Rad einen halben Kilometer schieben.

Dabei hat sich der Sand so im Schutzblech verfangen, dass ich es neu montieren musste. Dabei ist mir aufgefallen, dass eine Schraube an meinem Gepäckträger durchgebrochen ist – er war nur noch an 3 von 4 Punkten befestigt.

Einen Bohrer, um den Rest der Schraube aus dem Schraubloch zu bekommen, hatte ich natürlich nicht dabei. Als ich da so herumgewurschtelt habe, hat ein Fahrradfahrer angehalten, gefragt, was los ist, und wir sind ins Gespräch gekommen. Er meinte dann, ich soll mit zu ihm kommen – wir könnten es dort reparieren. Gesagt, getan – wir sind zusammen die 4 km zu ihm gefahren, das Provisorium hat bis dahin auch gehalten.

Wir haben dann aber gemerkt, dass es nicht so einfach ist und mussten das Loch komplett neu bohren. Das hat gut geklappt, aber die Schraube passte nicht in die Versenkung auf der Rückseite. Also hat Jan (so heißt der tolle Mensch) den Schraubenkopf entsprechend abgeflext. Beim Montieren habe ich dann leider gemerkt: Nach fest kommt ab – Schraube geschrottet.

Aber das hat uns nicht aufgehalten – wir haben den Rest der Schraube (ohne Kopf) mit zwei Muttern an beiden Enden montiert, und jetzt hält das Ganze. Zumindest fürs Erste.

Und was noch viel besser ist: Neben einem warmen Kaffee habe ich auch einen Schlafplatz bekommen.

Auf dem unbewohnten Grundstück nebenan steht eine alte Pferdebox, in die ich mich zum Schlafen legen kann. Jetzt habe ich einen gemütlichen Platz auf Stroh und werde die Nacht genießen.

Zum Essen gab es Nudeln mit selbst gemachtem Pesto und dazu so eine Veggie-Wurst – das war richtig lecker und auch dringend nötig.

Jetzt lege ich mich zufrieden und satt in meinen Schlafsack – und bin wahrscheinlich sofort weg.


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