Heute war ein wundervoller Tag. Gestartet habe ich bei lauschigen 7 Grad, aber dann wollte der Sommer nicht mehr warten, und laut verschiedenen Anzeigen wurde es zwischen 24 und 26 Grad warm. Das mag vielleicht etwas viel sein, aber es war sehr warm und super sonnig.


Kaum zwei Kilometer, nachdem ich losgefahren war, wollte ich ein kleines Video aufnehmen, in dem ich an der Kamera vorbeifahre. Also habe ich die Kamera aufgestellt, bin wieder hochgefahren – und prompt kam mir ein anderer Bikepacker entgegen. Er hat mich nett gegrüßt, und wir sind aneinander vorbeigefahren. Schnell habe ich mein Video fertig gemacht und die Verfolgung aufgenommen – zumindest musste ich doch wissen, was das Ziel seiner Reise ist.
So habe ich heute Christoph kennengelernt. Nach 4–5 Kilometern hatte ich ihn eingeholt, und wir sind ins Gespräch gekommen. Er fährt nach Barcelona, um seinen Sohn zu besuchen. Auch wenn die Ziele in Europa kaum weiter auseinanderliegen könnten, ist heute der Zubringer derselbe. xD

Wir haben heute zusammen die Hindernisse passiert und den Rückenwind genossen.
Der heftige Wind der letzten Tage hatte auch in diesem Wald seine Spuren hinterlassen. Überall lagen Äste auf dem Boden – und auch dieser umgestürzte Baum. Aber der hat uns nur kurz aufgehalten.


Am Rhein entlang sind wir an einem AKW vorbeigefahren und an diesen riesigen Silos, Gastanks oder was auch immer das ist.
Aber schöner war definitiv der Frühling, der nun voll da ist


Alles blüht und ist voller Farbe.
In Rheinfelden haben wir uns entschieden, noch zusammen Mittag zu essen. Wir haben uns im Rewe eingedeckt und sind dann weitergefahren, um einen schönen Platz zu finden – den haben wir auch direkt gefunden.



Bei guter Gesellschaft schmeckt das Essen einfach besser. Am Ende habe ich noch einen Kaffee gemacht und Christoph mit dem ganzen Kram, den ich so mitschleppe, amüsiert – und auch beeindruckt. Am besten kam mein mobiles Bidet, oder liebevoll ‚Arschdusche‘ genannt, an. xD
Statt in Basel abzubiegen, hat Christoph mich dann noch bis Weil am Rhein begleitet und mich auf ein Eis eingeladen. Das war der krönende Abschluss eines tollen Radtages – bei 26 Grad und Rückenwind.
Nein, nicht der Abschluss! Beim Eis habe ich dann noch einen letzten Anruf bei einem Dachgeber ganz in der Nähe getätigt. Christian hat direkt abgenommen, und ich durfte sehr spontan bei ihm vorbeikommen.
Hier liege ich jetzt wohlgesättigt im Bett und bin nach diesem langen Tag mit drei tollen Gesprächspartnern (Jürgen, Christoph und Christian) sehr glücklich über den Verlauf. Ich freue mich auf die weitere lange Reise.

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