Der Tag heute begann sehr kalt, mit Reif auf den Taschen und 2 Grad auf dem Thermometer. Aber unsere Schlafsäcke haben uns sehr gut warm gehalten und weder ich noch Mama haben groß gefroren.

Wir haben uns dann aus unserem Dschungel rausgekämpft und konnten die Tour starten. Wir sind weiter dem Eurovelo 15 gefolgt und haben ihn heute auch nicht ganz selten verloren.

Meine Knie haben sich in ihrer neuen Rolle auch gut eingelebt und das linke meckert jetzt mehr, dafür ist das rechte wieder zufrieden. Nach ca. 10 km haben wir unsere Frühstückspause eingelegt und den Porridge, den wir noch am Platz gemacht hatten, gegessen sowie das Zelt und die Schlafsäcke in der Sonne getrocknet.

Das ging auch ganz fix, und wir haben dann die Tour wieder aufgenommen und sind nach Ludwigshafen und Mannheim gefahren. Dort haben wir uns etwas zu essen besorgt und einen Radladen gesucht. Beim ersten habe ich keinen Ständer bekommen, aber beim zweiten waren wir erfolgreich und ich habe nun endlich einen Ständer und mein Rad kann freistehen. Ich habe das Rad seit 4 Jahren und mich bis jetzt mit seiner Ständerlosigkeit arrangiert, aber jetzt war es vonnöten. Und ich freue mich sehr darauf, ihn zu benutzen.

Um aus Mannheim rauszufinden, wurden wir im Kreis geschickt, konnten aber bei einer Raffinerie eine sehr große Flamme beobachten, die mächtig Lärm gemacht hat und sich sehr beeindruckend angefühlt hat – wie so ein Gewitter, das in der Nähe ist. Ständig hat es wie gedonnert und sich wie ein Düsentriebwerk angehört. Wir haben uns gefragt, warum solche Energie so scheinbar sinnlos in den Himmel geblasen wird und warum damit nicht Fernwärme oder so erzeugt wird?

Danach hat uns der Radweg zu einer Fähre gebracht – die war nur leider noch nicht in Betrieb und wir mussten die ganze Halbinsel wieder umfahren, bis wir zu einer Brücke gekommen sind.

Jetzt sind wir hinter Worms an einem sehr lebendigen Strandabschnitt. Es sind hier erstaunlich viele Menschen unterwegs – das DLRG war da und hat irgendwelche Übungen gemacht und Menschen sind spazieren –, aber unser Platz ist relativ blickdicht und das Zelt scheint so weit unbemerkt zu sein.


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